Wasser im Diesel
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Ursachen, Schäden und die richtigen Filterlösungen für Ihre Kunden
Wasser im Kraftstoff ist einer der häufigsten, kostspieligsten und am einfachsten vermeidbaren
Gründe für Motorausfälle bei Dieselmaschinen. Für Händler, Installateure und Systemintegratoren, die ihren Kunden vollständigen Motorschutz bieten möchten, ist fundiertes Wissen über dieses Thema unverzichtbar – sowohl für die Beratung als auch für die richtige Produktauswahl.
Dieser Artikel erklärt, wie Wasser in den Kraftstoffkreislauf gelangt, welche Schadensmechanismen es auslöst und welche SEPAR-Filterlösung für welche Anwendung Ihrer
Kunden die richtige Wahl ist.
Wie Wasser in den Kraftstoff gelangt
Wasser im Kraftstoffsystem ist kein Einzelfall – es ist eine systematische Belastung, der nahezu alle Dieselmaschinen ausgesetzt sind. Die Eintragsquellen unterscheiden sich je nach Anwendung und Einsatzort, sind aber in ihrer Wirkung identisch: Wasser gelangt in das Einspritzsystem und richtet dort Schaden an.
Kondensation in Kraftstofftanks
Der häufigste Eintragsmechanismus ist Kondensation. Tanks, die nicht vollständig befüllt sind, enthalten ein Luftpolster. Bei Temperaturschwankungen kondensiert die darin enthaltene
Luftfeuchtigkeit an der kühlen Tankinnenwandung und sammelt sich am Boden. Besonders stark betroffen sind Maschinen mit langen Standzeiten: Generatoren, Saisonfahrzeuge, Depotlokomotiven und Schiffe im Hafen.
Kontamination über die Kraftstofflieferkette
Wassereinträge entstehen auch beim Bunkern oder Betanken – aus schlecht gewarteten Lagertanks, Bunkerbooten oder Tankwagen. Norm-konforme Kraftstoffqualitäten nach ISO 8217 oder EN 590 begrenzen den zulässigen Wassergehalt, doch in der Praxis sind Abweichungen keine Seltenheit. Für Ihre Kunden in der Schifffahrt, im Nutzfahrzeugbereich oder in der Landwirtschaft ist dies ein reales, wiederkehrendes Risiko.
Hygroskopische Kraftstoffe: Biodiesel
Mit der zunehmenden Verbreitung alternativer Kraftstoffe wächst das Wasserrisiko weiter. HVO und Biodiesel-Gemische sind deutlich hygroskopischer als konventioneller Mineraldiesel – sie binden Wasser aktiv aus der Umgebungsluft. Für Ihre Kunden, die bereits auf HVO umgestellt haben oder dies planen, kann dies bedeutet, dass die Anforderungen an das Filtrationssystem steigen.
Undichtigkeiten und direkte Einträge
Defekte Tankdeckel, schadhafte Entlüftungsleitungen oder alte Dichtungen ermöglichen das direkte Eindringen von Regen- oder Spritzwasser. Besonders betroffen sind ältere Maschinen und Fahrzeuge, die im Freien betrieben werden – typisch im Baubereich, in der Landwirtschaft und in
der Marine.
Die 4 Haupteintragsquellen im Überblick:
Kondensation durch Temperaturschwankungen – besonders bei langen Standzeiten
Kontaminierte Kraftstofflieferungen aus schlecht gewarteten Lagersystemen
Hygroskopische Biokraftstoffe (FAME, B7+) mit aktiver Wasseraufnahme
Defekte Dichtungen, Tankdeckel und Entlüftungsleitungen bei älteren Maschinen
Was Wasser im Einspritzsystem anrichtet
Freies und emulgiertes Wasser im Kraftstoff ist keine harmlose Verunreinigung. Es setzt eine Kaskade von Schadensmechanismen in Gang, die im Extremfall den kompletten Motorausfall bedeuten. Für Ihre Kunden – ob Landwirt, Reeder oder Infrastrukturbetreiber – ist das eine Frage der Betriebssicherheit und -kosten.
Korrosion an Präzisionsbauteilen
Wasser kann Korrosionsprozesse an metallischen Komponenten des Kraftstoff- und Einspritzsystems begünstigen. Insbesondere empfindliche Präzisionskomponenten können dadurch in ihrer Funktion und Lebensdauer beeinträchtigt werden.
Kavitation durch Wasserverdampfung
Bei Druckabfällen oder erhöhten Temperaturen im Einspritzsystem verdampft Wasser explosionsartig. Die entstehenden Dampfblasen implodieren beim Wiedererreichen höherer Drücke und verursachen Kavitationsschäden an Metallflächen. Moderne Hochdruckeinspritzsysteme mit Systemdrücken über 1.500 bar sind besonders betroffen – die Reparaturkosten können erheblich sein.
Mikrobiologisches Wachstum
Die Grenzschicht zwischen Wasser- und Kraftstoffphase bildet ideale Lebensbedingungen für Bakterien und Pilze, insbesondere den sogenannten Dieselpilz (Hormoconis resinae). Dieser bildet zähe Biomasse, die Filter verstopft, sowie organische Säuren, die weitere Korrosion und Dichtungsschäden verursachen. Für Kunden mit langen Tankstandzeiten – Generatorenbetreiber, saisonale Maschinenpools – ist dies besonders relevant.
Kraftstoffqualitätsverschlechterung
Wasser beschleunigt die Oxidation von Kraftstoffbestandteilen und fördert die Bildung von Harzverbindungen und Sedimenten. Diese verstopfen Filtereinsätze frühzeitig und können Einspritzdüsen partiell blockieren – mit direkten Folgen für Motorleistung, Kraftstoffverbrauch und
Emissionen.
Viele Reklamationen wegen vermeintlich defekter Einspritzsysteme oder vorzeitig verschlissener Filterelemente haben eine gemeinsame Ursache – Wasser im Kraftstoff. Wer seinen Kunden einen zuverlässigen Wasserabscheider empfiehlt, reduziert Reklamationen, Serviceeinsätze und Garantiefragen nachhaltig
Welches SEPAR-System schützt welche Anwendung?
SEPAR bietet unterschiedliche Kraftstofffiltersysteme für verschiedene Anwendungen und Anforderungen. Die Auswahl des geeigneten Systems richtet sich unter anderem nach Anwendung, Kraftstoffsystem, benötigtem Durchfluss, Einbausituation und den jeweiligen Betriebsbedingungen. Die folgende Übersicht gibt einen ersten Überblick über mögliche Einsatzbereiche der verschiedenen SEPAR-Systeme.
| Anwendung Ihres Kunden | Empfohlenes SEPAR-System | Optionales Zubehör |
|---|---|---|
| Traktoren & Landmaschinen | LKF-Automotive / LKF-Industrial / LKF-Automotive HD / SWK / EVO | WSA, LKH, HFP |
| LKW & Nutzfahrzeuge | LKF-Automotive / LKF-Automotive HD / LKF-Industrial / SWK / EVO | WSA, LKH, HFP |
| Generatoren & Notstrom | LKF-Automotive / LKF-Automotive HD / LKF-Industrial / SWK / EVO | WSA, LKH, HFP |
| Baumaschinen & Off-Highway | LKF-Automotive / LKF-Automotive HD / LKF-Industrial / SWK / EVO | WSA, LKH, HFP |
| Diesellokomotiven & Schiene | SWK / SWK Doppelsystem | WSA, HFP |
| Schiffe & Marine (kommerziell) | SWK / SWK Doppelsystem | WSA |
Freies vs. emulgiertes Wasser: Was Ihr Kunde wissen sollte
In der Praxis treten drei Formen von Wasser im Kraftstoff auf, die unterschiedliche Anforderungen an das Filtrationssystem stellen:
Freies Wasser
Freies Wasser setzt sich als sichtbare Phase am Tankboden ab und ist mit dem Auge oder durch die transparente Bowle eines SEPAR-Filters erkennbar. Es entsteht hauptsächlich durch Kondensation und direkte Einträge. Der SEPAR SWK scheidet freies Wasser mit einem Abscheidegrad von 99 % ab.
Emulgiertes Wasser
Emulgiertes Wasser ist im Kraftstoff fein verteilt und als trübe Phase zu erkennen. Es entsteht durch mechanische Einwirkung (Vibrationen, Pumpendrucke). SEPAR LKF-Systeme mit Koaleszensprinzip scheiden sowohl freies als auch emulgiertes Wasser mit einem Gesamtabscheidegrad von über 95 % ab.
Gelöste Wasser
Das ist unkritisch, so lange es nicht durch Temperaturschwankungen oder Überschreiten der Sättigungsgrenze zu freiem Wasser aus dem Diesel ausfällt.
Auswahlkriterien: Die Auswahl des geeigneten SEPAR-Systems sollte anhand der konkreten Anwendung und der technischen Anforderungen erfolgen. Entscheidend sind unter anderem die benötigte Durchflussleistung, die Einbausituation, die Betriebsbedingungen sowie gegebenenfalls bestehende Zulassungs- oder
Klassifikationsanforderungen.
Optionales Zubehör: Mehr Schutz, weniger Serviceaufwand
Zusätzlich zu den Hauptfiltersystemen bietet SEPAR Zubehör, das den Schutz erhöht und den Wartungsaufwand für Ihre Kunden minimiert:
- SEPAR WSA (Water Sensing Alarm): Optionaler Sensor, der Wasser im Kraftstoff frühzeitig erkennt und ein Signal ausgibt – nachrüstbar in alle SEPAR-Systeme. Ideal für Maschinen, die nicht täglich kontrolliert werden.
- SEPAR HFP (Handentlüftungspumpe): Entlüftet das Kraftstoffsystem nach dem Filterwechsel einfach und werkzeuglos. Reduziert Startprobleme nach Wartung und schützt den Motor vor Laufversuchen mit Lufteinschlüssen.
- SEPAR LKH (Kraftstoffheizer): Verhindert Paraffin-bedingte Filterverstopfungen im Winter.
Kombinierbar mit LKF-, SWK- und EVO-Systemen, nachrüstbar als eigenständige Komponente. Für bestimmte SWK-Ausführungen ist auch eine integrierte Heizung verfügbar.
Welches SEPAR-System schützt welche Anwendung?
SEPAR bietet unterschiedliche Kraftstofffiltersysteme für verschiedene Anwendungen und Anforderungen. Die Auswahl des geeigneten Systems richtet sich unter anderem nach Anwendung, Kraftstoffsystem, benötigtem Durchfluss, Einbausituation und den jeweiligen Betriebsbedingungen. Die folgende Übersicht gibt einen ersten Überblick über mögliche Einsatzbereiche der verschiedenen SEPAR-Systeme.
| Ohne SEPAR-Filtration | Mit SEPAR-Filtration |
|---|---|
| Korrosionsschäden an Einspritzsystem: hohe Reparaturkosten | Wasser wird abgeschieden, bevor es Schaden anrichten kann |
| Vorzeitig verschleißende Hauptfilter durch Wasser- und Partikelbelastung | Längere Filterstandzeiten durch sauberen Kraftstoffeintrag |
| Ungeplante Stillstandzeiten durch Motorausfall | Zuverlässiger Betrieb auch bei schwankender Kraftstoffqualität |
| Mikrobiologische Verkeimung im Tank: aufwändige Reinigung | Frühzeitige Wasserabscheidung verhindert Keim-Nährboden |
| Höherer Kraftstoffverbrauch und Emissionen durch Ablagerungen | Saubere Einspritzdüsen, optimale Verbrennung |
Fazit: Wasserschutz ist kein Zubehör – er ist Grundschutz
Wasser im Kraftstoff ist kein seltenes Sonderproblem, sondern eine allgegenwärtige Belastung für jeden Dieselmotor in jeder Branche. Als Händler, Installateur oder Systemintegrator können Sie Ihren Kunden den effektivsten Motorschutz bieten, indem Sie Kraftstofffiltration nicht als optionales Zubehör, sondern als integralen Bestandteil jedes Dieselsystems positionieren.
SEPAR bietet für jede Anwendung und jeden Durchflussbereich die passende Lösung: von der kompakten Koaleszensfiltration des LKF über das bewährte 5-Stufen-Filterprinzip des SWK und EVO bis zum redundanten Umschaltsystem für sicherheitskritische Infrastrukturen. Made in Germany, HVO- und Biodiesel-beständig, mit optionalem Zubehör für jeden Servicebedarf.
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Der richtige SEPAR‑Filter für Traktoren und Landmaschinen
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